Lindsay Straube - Kiss of the Basilisk | Rezension

Dienstag, Januar 27, 2026

 

Kiss of the Basilisk - Verführerisches Gift (Basilisk-Saga, Band 1) | Lindsay Straube | 817 Seiten | blush | eBook 10,99€ | Paperback 17,00€


Sie soll von dem Basilisken lernen, den Prinzen zu verführen – doch stattdessen verführt der Basilisk sie ...

Im Wettbewerb um die Hand des Prinzen müssen die heiratswilligen Frauen des Königreiches all ihre Verführungskünste einsetzen, doch die junge Farmerin Tem ist darin vollkommen unerfahren. Zu ihrem Glück stehen den Teilnehmerinnen die Basilisken – gut aussehende Schlangenmenschen – als Lehrer zur Seite, um sie in der Kunst der Liebe zu unterweisen. Zwischen Tem und Basilisk Caspen entwickeln sich während gemeinsamer Stunden Gefühle, die nicht sein dürfen. Jedoch lässt auch der Charme von Prinz Leo sie nicht ganz kalt. Unterdessen werden die Spannungen zwischen Menschen und Basilisken immer größer, und bald steht mehr als nur Tems Herz auf dem Spiel …
Quelle: blush


Herzlichen Dank an den blush Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat!

"Kiss of the Basilisk – Verführerisches Gift" von Lindsay Straube ist eines dieser Bücher, bei denen ich nach dem Lesen erstmal minutenlang an die Wand gestarrt habe und dachte: Was habe ich da gerade eigentlich gelesen?

Kurzfassung: sehr, sehr viel Smut, stellenweise kaum Handlung – und dann plötzlich Plot, der mich ernsthaft überrascht hat.

Fangen wir beim Schreibstil an: Der ist flüssig, modern und extrem direkt. Nichts wird beschönigt, nichts angedeutet – wenn es spicy wird, dann richtig. Und das passiert… oft. Sehr oft. Teilweise so oft, dass ich mich gefragt habe, ob die Story kurz Pause macht, damit der nächste explizite Moment reingeschoben werden kann. Wer genau das sucht, wird hier definitiv fündig. Wer auf Worldbuilding und Story hofft, braucht Geduld.

Und trotzdem: Wenn Plot da ist, ist er gut. Wirklich gut. Die Welt, die Idee rund um Basilisken, Macht und Manipulation hat Potenzial und blitzt immer wieder vielversprechend durch – leider oft nur zwischen den Smut-Szenen. Das ist schade, weil da eindeutig mehr drin gewesen wäre.

Tem ist als Hauptprotagonistin spannend angelegt, war mir auf Dauer aber leider ein zu anstrengender Charakter. Caspen bleibt lange schwer greifbar, irgendwo zwischen faszinierend und irritierend. Leo bringt Dynamik rein, wirkt aber stellenweise mehr wie ein Katalysator für Chaos als wie eine voll ausgearbeitete Figur. Zusammen erzeugen sie Spannung – allerdings eher körperlicher als emotionaler Natur.

Die „Liebesgeschichte“… ja, nennen wir es mal so. Gefühle? Tiefgang? Romantische Entwicklung? Eher zweitrangig. Hier geht es mehr um Begierde, Machtspiele und körperliche Anziehung als um echte emotionale Nähe. Chemie ist da – aber Tension im romantischen Sinne kaum. Ich habe geglaubt, dass sie einander wollen, aber nicht unbedingt, warum.

Fazit: Ein Buch, das polarisiert. Extrem spicy, stellenweise chaotisch, oft völlig drüber – aber mit überraschend guten Plot-Ansätzen, die mich bei der Stange gehalten haben. Ich hätte mir deutlich mehr Geschichte und weniger Dauer-Smut gewünscht, denn das Potenzial ist da.




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