| Hilf mir | K. L. Slater | 417 Seiten | Penguin | eBook 12,99€ | Paperback 16,00€ |
Du erhältst Nachrichten von deiner besten Freundin: Ich kann nicht sprechen ... keine SMS und keine Anrufe ... bitte komm einfach. Aber als du kurz darauf vor ihrer Tür stehst, öffnet sie dir und behauptet, dass alles in Ordnung sei. Du schaust nach und bemerkst, dass die Nachrichten auf deinem Handy gelöscht sind.
Sechs Stunden später ruft die Polizei bei dir an.
Überall im Haus deiner Freundin ist Blut. Sie ist verschwunden.
Und du bist der letzte Mensch, der sie lebend gesehen hat ...
Quelle: Penguin
„Hilf mir“ hat mich vor allem mit seiner spannenden Ausgangssituation neugierig gemacht: Die beste Freundin verschwindet gemeinsam mit ihrer Familie, zuvor erhält Saffy noch eine merkwürdige Nachricht von ihr – und plötzlich gerät ausgerechnet Saffy selbst unter Verdacht. Dazu kommen verschiedene Perspektiven, Einblicke in die Vergangenheit und jede Menge Geheimnisse.
Der Einstieg hat mir wirklich gut gefallen und die Geschichte hatte definitiv einige spannende Momente. Gerade die kurzen Kapitel und der angenehm zu lesende Schreibstil sorgen dafür, dass man gut durch die Seiten kommt.
Allerdings hatte die Geschichte für mich gerade in der ersten Hälfte ein paar Längen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Handlung etwas auf der Stelle tritt und der Spannungsbogen dadurch nicht ganz konstant bleibt.
Auch bei den Wendungen war ich zwischendurch etwas zwiegespalten. Manches wirkte für mich zunächst ziemlich vorhersehbar, sodass ich dachte, ich hätte bereits durchschaut, worauf die Geschichte hinausläuft. ABER: Dann kamen tatsächlich noch einige Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Dadurch konnte mich die Geschichte trotz einiger vorhersehbarer Momente immer wieder überraschen.
Besonders gut funktioniert hat für mich deshalb dieses ständige Gefühl: Wem kann man hier eigentlich noch glauben? Die Beziehungen zwischen den Figuren sind teilweise ziemlich undurchsichtig und immer wieder tauchen neue Informationen aus der Vergangenheit auf.
Insgesamt also ein solider Psychothriller mit einer starken Grundidee, einigen gelungenen Twists und einem angenehmen Schreibstil. Für mich gab es zwar ein paar Längen und nicht jede Wendung konnte mich überzeugen, trotzdem hat mich die Geschichte immer wieder aufs Neue neugierig gemacht.




