Steve Cavanagh - Kill For Me | Rezension

Mittwoch, März 04, 2026

 

Kill For Me | Steve Cavanagh | 512 Seiten | Goldmann | eBook 16,99€ | Paperback 17,00€ 


An einem kalten New Yorker Abend lernen sich zwei Frauen in einer Selbsthilfegruppe für Trauernde kennen: Amanda und Wendy können nicht mit der Vergangenheit abschließen, nachdem sie ihre Liebsten durch brutale Verbrechen verloren haben. Beide warten vergeblich darauf, dass der Täter zur Rechenschaft gezogen wird. So schließen sie einen Pakt: Amanda wird den Mann töten, der Wendys Tochter vergewaltigt und ermordet hat. Und Wendy wird Wallace Crone umbringen, den Mörder von Amandas kleiner Jess. Doch der Plan geht schrecklich schief. Denn eine der beiden spielt ein falsches Spiel …
Quelle: Goldmann


Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat!

Mit "Kill for Me" von Steve Cavanagh habe ich genau das bekommen, was ich von einem starken Psychothriller erwarte – auch wenn der Einstieg für mich überraschend holprig war.

Laut Klappentext treffen zwei Frauen zufällig aufeinander, beide geprägt von traumatischen Gewalterfahrungen. Aus einem scheinbar harmlosen Gespräch entsteht eine verstörende Idee: Was wäre, wenn jede das Problem der anderen löst? Ein Mord – begangen von jemandem ohne Verbindung zum Opfer. Perfektes Verbrechen, oder?

Dieses Versprechen klang nach Hochspannung ab Seite eins.

Und genau deshalb war ich anfangs etwas irritiert.

Die Geschichte startet mit mehreren Erzählsträngen, unterschiedlichen Perspektiven und Figuren, bei denen ich mich ehrlich gefragt habe: Was hat das alles miteinander zu tun? Teilweise wirkte das Tempo auf mich eher langatmig, und ich hatte kurz das Gefühl, der Roman würde etwas völlig anderes erzählen als der Klappentext angekündigt hatte.

Aber dann kam dieser Moment.

Plötzlich hat es klick gemacht.

Zusammenhänge wurden sichtbar, Figuren bekamen neue Bedeutung, und einzelne Details fügten sich wie ein perfides Puzzle zusammen. Ab diesem Punkt war ich komplett gefesselt und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Was Steve Cavanagh hier besonders gut gelingt: die Twists.

Einige konnte man mit etwas Thriller-Erfahrung erahnen – andere haben mich dagegen komplett kalt erwischt. Genau diese Mischung macht den Reiz aus: Man fühlt sich clever… bis man merkt, dass man doch wieder manipuliert wurde.

Der Spannungsaufbau steigert sich kontinuierlich, die Perspektivwechsel ergeben rückblickend absolut Sinn, und das Finale liefert genau die Art von nervenaufreibender Auflösung, die man sich wünscht.

Fazit: Ein Thriller, der etwas Anlauf braucht, dann aber seine volle Wucht entfaltet. Anfangs verwirrend, später absolut süchtig machend – mit starken Wendungen und einem clever konstruierten Plot.




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