JP Delaney - The Girl Before: Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. | Rezension

Montag, Juni 19, 2017

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. | JP Delaney | 400 Seiten | Penguin | eBook 9,99€ | Broschiert 13,00€

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.
Quelle: Penguin 


"The Girl Before" begegnet einem zurzeit bei vielen Bloggern und Buchbegeisterten. Als ich den Klappentext durchgelesen habe, war ich beinahe sofort davon überzeugt, es so schnell wie möglich zu lesen. Da ich schon länger keinen Thriller mehr gelesen habe, habe ich mich umso mehr auf diesen Roman gefreut ...

Das Cover passt toll zum Inhalt und auch zur Atmosphäre des Buches! Schlicht und einfach gehalten, ist ein modernes Haus mit der Silhouette einer Frau abgebildet.

Zum Inhalt: Nachdem Jane eine Totgeburt erlitten hat, möchte sie am liebsten alles hinter sich lassen. Da kommt ihr das hochmoderne Haus in der Folgate Street 1 gerade recht: Entworfen von einem preisgekrönten Architekt, steht es zu verhältnismäßig günstigen Konditionen frei zur Miete. Allerdings beinhaltet der Vertrag einige ungewöhnlich Regeln. Desweiteren muss Jane schnell feststellen, dass in Folgate Street 1 eine Frau unter mysteriösen Umständen den Tod fand. Eine Frau, mit der Jane mehr als nur ihr Äußeres gemein hat ...

Im Mittelpunkt der Geschichte steht zum einen Jane, die nach einer Totgeburt alles hinter sich lassen möchte. Dazu gehört auch eine neue Bleibe, die sie in der Folgate Street 1 findet. Als alleinstehende Frau hat sie schwer mit ihrem Schicksal zu kämpfen. Zum anderen spielt Emma, die Frau, die in Janes' neuem Zuhause den Tod gefunden hat, ein große Rolle in JP Delaneys Roman. Sie ist zwar nicht alleinstehend, hat aber sonst sehr viel mit Jane gemeinsam: Blaue Augen, dunkle Haare und ebenfalls mit einem schwierigen Erleben is in der Vergangenheit sind die zwei jungen Frauen sich sehr ähnlich.
Die anderen Charakter, wie beispielsweise der Architekt des Hauses Edward Monkford und Emmas Langzeitfreund Simon, kommen eine ziemlich große Rolle zu. Zumal man sich relativ schnell sicher ist, wer seine Hände bei Emmas Tod im Spiel hat. Allerdings schafft JP Delaney es, den Leser ständig an der Nase herumzuführen, sodass man oft einen anderen Kandidaten als Emmas Mörder favorisiert.

Durch einen tollen Schreibstil, schafft es JP Delaney, in dem Buch eine ganz eigene, besondere Atmospähe zu schaffen. Man möchte unbedingt erfahren, was zum Tod von Janes' Vorgängerin geführt hat. Ebenso sind das Haus in der Folgate Street, sowie die Ereignisse, die darin geschehen sind, grandios und sehr bildlich beschrieben.
Das Buch beinhaltet zwei Erzählstränge, die parallel zueinander laufen. Abwechselnd werden aus Emmas Perspektive von damals und aus Janes' Sicht von heute die Geschehnisse geschildert. Dies führt zu einem unfassbaren Spannungsbogen, der als Leser kaum auszuhalten ist. Die Spannung spitzt sich zu, als Jane selbst Nachforschungen über Emma anstellt, um der Vergangenheit auf die Spur zu kommen. Das Ende des Buches wird ebenso nervenaufreibend dargestellt wie der Gesamtverlauf, aber alles in allem leider unspektakulär, da ich etwas vollkommen anderes und ausgefallenderes erwartet hätte.

"The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot" von JP Delaney ist ein spannender Roman, der alles hat, was ein guter Thriller braucht. Insgesamt hätte man aber aus dem Ende mehr herausholen und einen echten Wow-Effekt erzielen können.


Das Buch wurde mir vom Penguin Verlag zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

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3 Kommentare

  1. Huhu (=
    Mal wieder ein Thriller der so unterschiedlich wahrgenommen wird, das ich mir wohl irgendwann mal ein eigenes Bild machen muss ;)
    Schön das dich die Geschichte mitreißen konnte - störte dich der Einzug bzw. die Punkte welche unterschrieben werden mussten nicht? Dies kritisieren einige andere und sagen: entweder überlesen oder sich damit zufrieden geben, sonst geht der Lese-Spaß schon zu Beginn flöten ...

    Hab einen feinen Abend!

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    Antworten
    1. Hey Janna :)

      Bei dem Buch gehen die Meinungen wirklich sehr weit auseinander. :D
      Der Mietvertrag war schon sehr merkwürdig, allerdings hat dieser für mich nur die sonderbaren Charakterzüge des Architekten Edward Monkford nochmal mehr hervorgehoben. Das fand ich dann ganz interessant. ;)

      Ganz liebe Grüße und einen wunderschönen Tag,
      Myri :)

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    2. Mal sehen, mal sehen ... neugierig bin ich ja schon ;)

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