Gail Honeyman - Ich, Eleanor Oliphant | Rezension

Mittwoch, April 26, 2017

Ich, Eleanor Oliphant | Gail Honeyman | 528 Seiten | Bastei Lübbe | eBook 15,99€ | Gebundene Ausgabe 20,00€

Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.
Quelle: Bastei Lübbe

Völlig überraschend habe ich von Bastei Lübbe ein Überraschungspaket zugesendet bekommen, in dem sich zwei Exemplare von "Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman befunden haben - eins zum Verschenken, eins zum selbst lesen. Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut, da ich überhaupt nicht mit Buchpost gerechnet hatte und der Klappentext auch wirklich interessant geklungen hat.

Das Cover kommt farbenfroh und wunderhübsch daher! Allein schon deshalb muss man sich dieses Buch zwangsweise genauer anschauen.

Um was geht es? Eleanor Oliphant führt seit Jahren ein geregeltes Leben mit einem routinierten Alltag. Kontakt zu anderen Menschen hat sie kaum. Sie selbst sieht sich als Einzelgängerin und Außenseiterin. Als sie sich eines Tages Hals über Kopf in einen Musiker verliebt, setzt sie alles daran, sich den gesellschaftlichen Konventionen anzupassen. Auch das Zusammentreffen mit ihrem neuen Kollegen Raymond lockt sie nach und nach aus ihrer eigenen, kleinen Welt heraus ...

Eleanor Oliphant stellt eine wunderbare und in ihrer eigenen Art charmante Protagonistin dar. Sie lebt sehr zurückgezogen, bei Interaktionen mit ihren Mitmenschen versagt sie kläglich. Anfangs fand ich sie sehr skurril und seltsam und hat mich teilweise ein wenig an Sheldon aus "The Big Bang Theory" erinnert.
Es war einfach zauberhaft zu lesen, wie Eleanor sich stückweise immer mehr öffnet und zugänglicher für die Menschen um sich herum wird. Auch das Schicksal, das sie in ihrer Kindheit durchleben musste, hat mich ergriffen und mich mit ihr mitfühlen lassen.
Die Nebencharaktere waren allesamt wundervoll ausgearbeitet, sodass man sie sehr schnell ins Herz geschlossen hat.

Der Schreibstil von Gail Honeyman, die mit "Ich, Eleanor Oliphant" ihr Debüt gibt, ist großartig! Sie schafft es die Situtionen, in denen sich Eleanor befindet, auf herrliche Art und Weise zu beschreiben, sodass man nicht selten grinsen muss. Die berührenden Szenen schafft die Autorin ebenfalls wunderbar zu gestalten. Der Roman lebt aber hauptsächlich von der Figurzeichnung, die meines Erachtens nach grandios ist! Gerade die Entwicklung, die die Protagonistin während des Buches durchläuft, ist einfach wunderbar.
Die Geschichte wird aus Eleanors Sicht erzählt, was einem beim Lesen sehr hilft, die Protagonistin und ihre Gfeühlswelt besser kennenzulernen.

Ein ergreifender und wunderschöner Roman über eine ungewöhnliche Frau, die mit 30 Jahren das Leben erst richtig kennen und lieben lernt.

 
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Bastei Lübbe Verlag zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

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2 Kommentare

  1. Hey Myri!

    Sehr schöne Rezi!
    Du hast mich neugierig auf das Buch gemacht. Klingt nach einem traurigen aber schönen Roman.

    Liebe Grüße

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    Antworten
    1. Hey Luna :)

      Dankeschön!
      Das Buch hat mich gut unterhalten, aber gleichzeitig auch einw enig traurig gemacht ...

      Liebe Grüße,
      Myri

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Liebe Grüße,
Myri

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