Rezension zu "FederLeicht - Wie fallender Schnee" von Marah Woolf

Samstag, Oktober 15, 2016

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FederLeicht - Wie fallender Schnee (FederLeicht-Sage #1) | Marah Woolf | 310 Seiten | Deutsch | Ina Körner (Selfpublishing) | eBook 3,99€ | Taschenbuch 9,50€

Klappentext

"'Eliza, jedem Anfang wohnt ein Zauber inne', hat meine Großmutter mir mal erklärt. Damals habe ich nicht verstanden, was sie damit meinte, und heute war ich immer noch nicht schlauer. Denn jetzt stecke ich mittendrin in einem Anfang - aber von zauberhaft kann keine Rede sein. Ausgerechnet ich soll eine magische Schneekugel für die Elfen zurückholen. Wenn sie wenigsten nett wären - diese Elfen. Aber nein - sie sind eingebildet, arrogant und bockig (einer jedenfalls). Im Grunde kann das alles nur ein schlechter Scherz sein. Ich bin bestimmt die Letzte, die sich mutig in ein Abenteuer stürzt. Denn die erlebe ich maximal mit einer Tüte Chips und meiner besten Freundin Sky vor dem Fernseher. Wäre ich bloß nicht in den Wald gegangen und durch das blöde Portal gestolpert. Dann wäre die Geschichte, die meine Welt völlig auf den Kopf stellte, vermutlich nie passiert. Aber das ist nicht mehr zu ändern und so leicht lasse ich mich nicht unterkriegen - schon gar nicht von einem Elf."

Bewertung

Eliza McBrierty ist ein ganz normales Mädchen, das gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Fynn, ihrer Mutter und Großmutter in einem ländlichen Dorf in Schottland wohnt. Ihr Leben scheint relativ ereignislos, bis auf die Tatsache, dass Eliza seit einer ganzen Weile in den charmanten Frazer verliebt ist. Doch als sie eines Tages durch ein geheimnisvolles Tor stolpert, landet sie in einer ihr unbekannten Welt voller Geheimnisse, Sagen und Mythen und ihr Leben wird völlig auf den Kopf gestellt. In dieser Welt benötigen die Elfen dringend Eliza's Hilfe und sie muss sich mit Cassian, einem arroganten und hochnäsigem Elfen, herumschlagen. Nach und nach gerät Eliza immer mehr in ein unfreiwilliges Abenteuer...

Man lernt die Hauptprotagonistin Eliza, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, zunächst in ihrer alltäglichen Lebenswelt kennen. Sie macht anfangs einen eher naiven und kindlichen Eindruck, obwohl sie schon das letzte Jahr der Highschool besucht. Dazu geht sie noch ihrer Mutter auf den Keks, was wir wohl alle kennen, wenn wir an unsere Teenager-Zeit zurückdenken. Im Laufe der Geschichte legt Eliza jedoch ihr anfangs naives Verhalten ab und wächst immer mehr in ihre Rolle, die Welt der Elfen zu retten, hinein. Diese Charakterentwicklung war sehr schön, genauso wie Eliza's beste Freundin Sky.
Von der Elfenwelt wird Eliza von oben herab behandelt und die Arme muss so einiges über sich ergehen lassen. Würde es nach Cassian gehen, so bräuchte kein Mensch jemals wieder die Welt der Elfen betreten. Trotz Cassain's abwertendem Verhalten findet Eliza ihn aber von Zeit zu Zeit immer faszinierender...
Die Nebencharaktere waren insgesamt mit viel Detail gezeichnet und sind einfach großartig gelungen. Sie wirken authentisch und einzigartig.

Genug zu den Charakteren und ab zur Handlung! Hier liegt mein eigentlich größter Kritikpunkt, da ich den Eindruck hatte, dass sich immer wieder die selben Dinge abgespielt haben (wie beispielsweise das Theater spielen). Es hat der gewisse Pepp gefehlt. Ebenso wurden wichtige Informationen, die die Handlung betreffen, leider erst sehr spät aufgedeckt.
Etwas seltsam fand ich, dass Eliza, nachdem sie eine neue magische Welt entdeckt hatte, sich exakt so verhält wie davor. Ich meine ja nur... Wenn ich in einer Art Parallelwelt landen und auf Elfen und Trolle treffen würde, würde ich mich mit Sicherheit nicht so verhalten wie Eliza, für die dies keine große Sache zu sein scheint.

"FederLeicht - Wie fallender Schnee" ist das erste Buch, das ich von Marah Woolf gelesen habe, obwohl es sich bei ihr um eine längst nicht mehr unbekannte Autorin des Fantasy-Genres handelt. Ihr Schreibstil lässt sich als locker, leicht und flüssig beschreiben, sodass ich das Buch in einem Wische gelesen habe. Es aus der Hand zu legen fällt einem schwer.
Dass sich bei diesem Buch um Selfpublishing handelt, merkt man kaum. Bis auf wenige Zeichensetzungs- und Grammatikfehler fällt einem nicht weiter auf, dass "FederLeicht - Wie fallender Schnee" nicht von einem größeren Verlag verlegt wurde.

"FederLeicht - Wie fallender Schnee" ist an sich ein wirklich schönes Buch mit einer kurzweiligen Story. Nur leider hat mir etwas die Action gefehlt. Dafür wurde umso mehr "herumgeredet". Der Auftakt der FederLeicht-Saga bietet nette Unterhaltung für zwischendurch, wird mir allerdings nicht lange im Gedächtnis bleiben.


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2 Kommentare

  1. Heeeey! Hab es jetzt auf deinen Blog geschafft.. :D

    Also..als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich noch: 'Ja..könnte ganz gut sein..'
    Ist es ja aber anscheinend nicht :|
    Ich mag es überhaupt nicht, wenn sich die Hauptcharaktere kindisch/naiv verhalten. Ebenso wenig wie wenn die Geschichte so ewig lang braucht, um mal 'auf den Punkt' zu kommen.. :/

    Aber eine sehr schön geschriebene Rezi :D

    Liebe Grüße!

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    1. Hey Maja :)

      Danke für deinen lieben Kommentar!
      Mich hat es so genervt, dass die Protagonisten ständig Theater gespielt haben. Das hatte überhaupt nichts mit der Handlung zu tun. Wenn ich an das Buch zurückdenke, dann fällt mir nur "Theater spielen" ein :D :/

      Liebste Grüße,
      Myri ♥

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