Rezension zu "We Were Liars" von E. Lockhart

Samstag, September 24, 2016

Bildquelle: http://neonwilderness.net/wp-content/uploads/2014/05/WeWereLiars.jpg


Klappentext


"Eine wohlhabende und angesehene Familie. Eine Privatinsel vor der Küste Massachusetts. Ein Mädchen ohne Erinnerungen. Vier Jugendliche, deren Freundschaft in einer Katastrophe endet. Ein Unfall. Ein schreckliches Geheimnis. Nichts als Lügen. Wahre Liebe. Die Wahrheit."


Infos


Buchtitel: We Were Liars
Autor: E. Lockhart
Seitenzahl: 242 Seiten
Sprache: Englisch
Verlag: Hot Key Books
Preis: 3,99€ als eBook / 7,99€ als Taschenbuch


Bewertung


Zugegeben: der Klappentext gibt nicht wirklich viel her, weswegen ich umso gespannter auf das Buch war. Aufmerksam auf "We Were Liars" wurde ich vor allem durch amerikanischen Booktuber, die das Buch in den höchsten Tönen gelobt haben. Und was soll ich sagen... "We Were Liars" hat mich sprachlos gemacht! Nicht nur ist es fantastisch geschrieben, es hat auch einen unerwartete Wendung, die einem die Sprache verschlägt.
Es gibt Leute, die haben dieses Buch gehasst, und andere, die es geliebt haben. Ich zähle eindeutig zur zweiten Gruppierung!

Um was geht es nun eigentlich? Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Protagonistin Cadance. Cady hatte einen myseriösen Unfall und leidet seitdem an heftigen Kopfschmerzattacken. Wie es zu diesm Unfall kam, weiß sie nicht mehr. Genauso kann sie sich nicht mehr an die Ereignisse des Sommers erinnern, die dem Unfall vorhergehen.
Jeden Sommer verbringt sie gemeinsam mit der gesamten Familie ihre Ferien auf Beechwood, einer Insel, die ihrer Familie gehört und somit auch nur für diese zugänglich ist. Cadys Familie ist demzufolge schwerreich. Nichts desto trotz ist die Familie alles andere als sympathisch, wie sich im Laufe des Buches herausstellt. Dennoch legt die Famile von Cady extremen Wert darauf nach außen hin perfekt und unantastbar zu wirken.
 Cady verbringt den großteil ihrer Zeit auf der Insel mit ihrer Cousine, Cousin und Gat, der mit der Familie von klein auf befreundet ist. Die Teenager sind schön, haben Geld und ihr größtes Problem ist es eigentlich, welche Schuhe zu welchem Outfit passen und ob sich der Schwarm auch für sie interessiert.
Obwohl Cadence geheimnisvoller Unfall für Unruhe gesorgt hat, möchte ihre Familie das Thema am liebsten totschweigen. Daher bekommt Cadence nur wenige Antworten auf ihre Fragen hinsichtlich ihrer Gedächtnislücken. Darum versucht sie diese mühevoll für sich selbst zurückerlangen.

Wie bereits erwähnt, weiß man bei dieser Geschichte nie so ganz, woran man tatsächlich ist. Die Geschichte bleibt auf vielen Strecken mysteriös und in meinem Kopf haben sich immer mehr Fragezeichen gebildet, sodass mich das Ende tatsächlich beinahe umgehauen hat. Ich hätte quasi mit allem gerechnet, nur eben nicht mit so einem Twist!

E. Lockhart verwendet gerne anschauliche Bilder, um Cadys Gefühle zu beschreiben, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ebenso arbeitet die Autorin mit Rückblenden. Es gibt also den gegenwärtigem Handlungsstrang und dann immer wieder Flashbacks und Erinnungen vor dem Unfall. So setzt sich die gesamte Geschichte bruchstückhaft zusammen, was zusätzliche Spannung erzeugt. Man ertappt sich selbt dabei, wie man immer wieder selbst überlegt was wohl passiert war.
Gerade Cady hat mich als Charakter voll und ganz überzeugen können. Sie hebt sich schon zu Beginn der Geschichte deutlich von ihrem Umfeld ab und macht sich Gedanken über die materielle Welt hinaus. Sie begegnet ihren Mitmenschen ohne Vorurteile. Sie bleibt sich zu jeder Zeit selbst treu und ist trotz ihres Unfalls – oder gerade deswegen – über sich hinausgewachsen. Auf der Suche nach der Wahrheit gibt sie nicht auf, was sie stärker macht als sie selbst ahnt.
Auch die Nebencharaktere waren perfekt ausgearbeitet, was mir sehr gut gefallen hat. Da wir uns hier in einer wirklich absolut oberflächlichen Gesellschaft wiederfinden, hat es die Autorin geschafft, jedem Charakter doch so etwas wie eine Seele einzuhauchen. Die Welt der Erwachsenen wird deutlich von der der Teenager abgegrenzt. Dadurch bekommet man gezeigt, was aus den Jugendlichen werden könnte, wenn sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Es geht um die Entwicklung der Persönlichkeit, um Rebellion, um das Aufbegehren gegen das Familiensystem.

"We Were Liars" ist bereits im Deutschen bei Ravensburger unter dem Titel "Solange wir lügen" erschienen.

Insgesamt konnte E. Lockhart mit einem spannenden Plot, interessanten Figuren und einem überragendem Schreibstil von sich überzeugen.
"We Were Liars" muss man einfach gelesen haben! Die Wendung am Schluss des Buches ist mehr als unerwartet, sodass man das Buch sofort noch einmal lesen möchte.


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2 Kommentare

  1. Ja, jaaa, oh Gott, ja!!! Ich kann dir nur in allen Punkten zustimmen. Genau so ging es mir beim Lesen auch! Man ist so gespannt, weil der Klappentext nichts verrät. Dann ist es so spannend, das man es nicht aus der Hand legen kann. Und dann das Ende -Bähm! Und man ist einfach total fassungslos. Hach!
    Echt eine schöne Rezension! Schau dir doch auch mal meine an. Liest sich ungefähr genau so wie deine :P
    Liebe Grüße

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    Antworten
    1. Das Buch hat mich so fertig gemacht!! Die ganze Zeit über hab ich herumgerätselt wegen Cady's Unfall! :D Und dann kam die Wendung und ich nur so: "Neeee jetzt, oder?!" Eigentlich müsste man das Buch nochmal lesen, wenn man weiß wie es ausgeht.

      Liebe Grüße ♥

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